Coenzym Q10 bei Statin-Einnahme

Gebhardt, P. (2022). Coenzym Q10 bei Statin-Einnahme. AKOM, März 2022, 36-39.

Die Wirkung der Statine beruht auf der Hemmung des Enzyms HMG-CoA-Reduktase, das die Synthese von Mevalonsäure aus Acetyl-CoA katalysiert. Mevalonsäure bildet eine Vorstufe des Cholesterins, sodass dessen Synthese vermindert wird. Da Mevalonsäure jedoch auch einen notwendigen Zwischenschritt der Coenzym Q10-Synthese darstellt, kann es bei Therapie mit Statinen zu Störungen des Coenzym Q10-Haushalts kommen.

Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil unserer Zellmembranen. Daneben dient es als Vorstufe für die Biosynthese von Steroidhormonen und Gallensäuren. Man nimmt an, dass erhöhte Cholesterinspiegel im Blut dessen Ablagerung an den Gefäßwänden begünstigen, da hohe Cholesterinwerte mit Arteriosklerose assoziiert sind und das Risiko für koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall in deutlicher Weise erhöhen.

Cholesterinsenkende Statine gehören in Deutschland zu den am meisten verordneten Medikamenten. Über die Hemmung des Enzyms HMG-CoA-Reduktase wird dabei die Biosynthese der Mevalonsäure verringert, die eine Vorstufe des Cholesterins bildet. Mevalonsäure stellt jedoch ebenfalls eine Vorstufe des Coenzyms Q10 dar, weshalb bei Statineinnahme eine Supplementation empfohlen wird.